Imkerverein legt in Hage Streuobstwiese an

Gemeindeeigene Fläche am Tief wird ökologisch aufgewertet
Roter Münsterländer, Prinz Albrecht von Preußen, Altländer Pfannkuchenapfel oder die Gute Luise – es geht doch nichts über einen schmackhaften Apfel. Und dass das so bleibt, dafür haben am vergangenem Sonnabend (22. März 2025) Mitglieder des Imkervereins Norden gesorgt, indem verschiedene junge Apfelbäume auf einer Fläche am Hager Tief gepflanzt wurden. Angeschafft wurden die Bäumchen bei einer speziellen Baumschule in Edewecht. Für fachliche Fragen, beispielsweise welche Sorten sich am besten für den ausgewählten Standort eignen, in welchem Abstand oder wie tief sie gepflanzt werden müssen und wie die spätere Pflege auszusehen hat, stand der Norder Hobby-Pomologe Jupp Bohne hilfreich zur Verfügung. Er sorgte auch für den ersten Formschnitt, damit die jungen Bäume gleich von Anfang an die richtige Richtung nehmen und sie die ganze Arbeit später mit einer reichhaltigen Ernte belohnen. Doch nicht nur Apfelbäume wurden gepflanzt. Jupp Bohne suchte ebenfalls junge Kirsch-, Birnen- und Zwetschgenbäume für die Pflanzaktion aus.
Möglich wurde das Projekt erst durch die Unterstützung der Irma Waalkes Stiftung. Die Umweltstiftung ist ein Vermächtnis von Onno und Irma Waalkes aus Emden. Noch zu Lebzeiten beschlossen die kinderlosen Eheleute, aus ihrem Nachlass eine Stiftung zu gründen. Sie wurde am 7. August 1991 als gemeinnützige Umweltstiftung eingetragen. Heute ist die Irma Waalkes Stiftung nach eigenen Angaben nicht nur die erste, sondern auch die größte Umweltstiftung in Ostfriesland. Viele Umweltprojekte in der Region konnten inzwischen von den Stiftungserträgen gefördert werden – jetzt auch in Hage.
Imkervereinsvorsitzender Thorsten de Buhr lobte die unkomplizierte Zusammenarbeit mit der Stiftung. Demnächst soll es eventuell mit den Emdern einen Ortstermin in Hage geben. Der Vereinschef dankte auch den Vereinsmitgliedern für das Engagement. „Wir alle sind mehr denn je auf eine intakte Umwelt angewiesen. Und im Speziellen bilden Bienen und Obstbäume eine perfekte Symbiose“, freute sich Thorsten de Buhr am Sonnabend über das gelungene Projekt.
Mit von der Partie ist auch der Flecken Hage. Denn ohne Fläche gibt‘s auch nichts zu pflanzen. Für das Vorhaben des Imkervereins stellte die Gemeinde das als Ausgleichsfläche (Kompensation für Eingriffe in die Natur und Landschaft durch beispielsweise Straßen) festgeschriebene Areal zur Verfügung. „Durch das Anpflanzen alter Obstsorten wird der Bereich deutlich aufgewertet“, dankte der Vereinsvorsitzende den Entscheidungsträgern im Flecken.